Als Buchholz brannte 1814

Gruppenbild mit Theater-Darstellern: Diese Bühne bedeutet für Mitstreiter in dem Stück „1814 – als Buchholz brannte“.

Carina Göls

Nordkurier

Es war das wohl prägendste Ereignis in Buchholz – jene Nacht im Jahr 1814, in der das Dorf lichterloh brannte. Dieser Kriminalfall ist nun Stoff für ein Bühnenstück.
Um diese kreist auch die Handlung in dem Stück, das ein tragisches Kapitel der Dorfgeschichte beleuchtet. „Palmsonntag 1814 – als Buchholz brannte“ blickt zurück in die Zeit bis zu jener Nacht, als fast das ganze Dorf niederbrannte. Etwa 80 Prozent der Häuser wurden zerstört. Nichts war mehr so wie zuvor. Und das alles sollte die Schuld einer Frau sein? Einer Brandstifterin?
Und Carmen Zander fällt auf in ihrem blauen Staat: Er ist anders als die der anderen. Das wird sie auch auf der Bühne. Denn sie spielt beinahe in jeder Szene mit, eine Hauptrolle also: Maria Will, das Viehmädchen, das bezichtigt wird, für den Brand von Buchholz verantwortlich zu sein. „Unser Stück erzählt von dem Leben in der Dorfgemeinschaft aus lange zurückliegender Zeit, erzählt von Recht und Ordnung, von Gerüchten und Vorurteilen. Das, was damals hier bei uns geschehen ist, das hat bis heute Auswirkungen. Etwa im Dorfbild, denn die Häuser wurden nicht mehr so gebaut wie vor dem Brand. Es musste mehr Abstand eingehalten werden. Und natürlich ist es immer ein Thema, wenn es um Zwist und eben Spannungen in der Gemeinde geht“, erzählt Bernd Fabisch, der in dem Stück den Müller Joachim Adolf Johan Köppen verkörpert.

Im Pfarrergewand wird Rudolph von Ketteler auf der Theaterbühne zu erleben sein.lokal
6 min.

Bernd Fabisch spielt in dem Stück den Müller Joachim Adolf Johan Köppen, hier stimmt er sich mit der Regisseurin Renate Gerbsch Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!.

Hat maßgeblichen Anteil am Entstehen des Stücks: Renate Fabisch

Carmen Zander half auch bei den Anproben und spielt in dem Bühnenstück eine tragende Rolle.

Doch zurück auf die Bühne, deren Vorhang sich am Freitag heben wird. Mit dem einen Theaterabend ist diese auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte allerdings längst nicht erzählt. „Wir zeigen im ersten Teil die Zeit bis zum Brand. Und im nächsten Jahr kommt dann Teil zwei, die Brandnacht und ihre Folgen“, lädt Bernd Fabisch schon auf ein weiteres Drehbuch, Rollen, Proben und Theater-Lust ein.