Büffelkuhle

Carina Göls

Nordkurier

Dorfleben soll in Schwung kommen, wo Büffeltänze Tradition hatten

Die Büffelkuhle in Buchholz hat Tradition. Diese soll jetzt wieder aufleben. Doch in dem Dorf am Südufer der Müritz tut sich noch viel mehr.

Freuen sich über das Mitmach-Haus in der Büffelkuhle: Bürgermeister Robert Tietze, Renate Fabisch, Jutta Tauschert und Bernd Fabisch (v. l. n. r.)..

Damit sich auch sonst mehr fürs kulturelle Zusammenleben in der Gemeinde am Südufer der Müritz tut, dafür setzen sich Mitglieder des Dorf-Kulturvereines immer wieder an einen Tisch. Neues großes Projekt ist dabei die Büffelkuhle. Bei diesem Namen möchte man sogleich wissen, welch‘ wildes Tier in diesem Dorf die kleine Bucht unter Bäumen am Wasser prägte. Jutta Tauschke weiß das. Beim Kaffee-Einschenken erklärt sie: „Das war in den 1970-er Jahren. Da war das hier noch eine Kieskuhle. Die jungen Männer, die zur Armee mussten, trafen sich hier zum Abschiednehmen. Damals lief der Film Die Söhne der großen Bärin in den Kinos. Darin war eine Büffeltanz-Szene der Indianer. Nach dem einen oder anderen Bier haben das dann auch unsere jungen Männer gemacht und tanzten mit freiem Oberkörper wie im Film.“ Bis heute kämen einmal im Jahr Ehemalige in die Büffelkuhle zum Treff. Ein anderer Ort käme für sie nicht infrage.


Die frisch gebackenen Kekse von Renate Fabisch lassen eine Pause im Austausch zu, während die Sonne sich langsam zurückziehen will. Die hatte sich lange nicht blicken lassen und kann erst peu à peu wieder mit voller Kraft dabei sein.


Das sind auch die Mitstreiter um Renate Fabisch für das Mitmach-Haus in der Büffelkuhle, in das mit Dorffesten, Kochen und Backen, Handarbeiten und Hochzeiten wieder Leben einkehren soll. So wünscht es sich Renate Fabisch, die sich eigens als Dorf-Moderatorin an der Neubrandenburger Hochschule hat ausbilden lassen. „Ich habe nicht bereut, mich dort eingeschrieben zu haben und habe viel für unser Dorf gelernt, das nun auch der Büffelkuhle zugutekommen soll.“ Bei der Schulung habe sie auch viele Gleichgesinnte für mehr Miteinander im Dorf kennengelernt.